ARTUR BECKER
- Romancier, Erzähler und Lyriker -
Becker ist ein postkommunistischer Melancholiker, ein sentimentaler Rabauke. Er beschwört die glorreichen Zeiten, als leicht reizbare, oft betrunkene junge Männer noch nach Herzenslust raufen und saufen, kleine Maränen und große Frauen angeln, gegen Väter, bigotte Pfaffen und die Esbecja, die polnische Stasi, aufbegehren konnten. (FAZ 15. Oktober 2008)
Artur Becker erhält im März den Adelbert-von-Chamisso-Preis 2009 der Robert Bosch Stiftung!
Der mit 15.000 Euro dotierte Adelbert-von-Chamisso-Preis 2009 der Robert Bosch Stiftung geht an den Schriftsteller Artur Becker. Becker […] erhält den Preis für sein bisheriges Lebenswerk als Romancier, Erzähler und Lyriker. Dieses hat nach Ansicht der Jury der deutschen Literatursprache neue Farben und Töne gegeben und die enge Verbundenheit von polnischem und deutschem Kulturraum in poetisch eindrucksvoller Weise bekräftigt.
Die Jury würdigt insbesondere Beckers Romane »Kino Muza« (2003), »Das Herz von Chopin« (2006) und »Wodka und Messer. Lied vom Ertrinken« (weissbooks, 2008). In seinem jüngsten Buch erzählt Becker spannend, kraftvoll und vielschichtig von der Reise seines am masurischen Dadajsee aufgewachsenen, mehrfach traumatisierten Protagonisten, der nach zwanzig Jahren in Deutschland in seine frühere Heimat reist. Der Roman, in dem die Macht der Erinnerung die lebensprall geschilderte Gegenwart beherrscht, errichtet der masurischen Landschaft und ihren Menschen ein eindrucksvolles Sprachdenkmal.
Parallel zum Album erscheint im Bremer STINT-Verlag der gleichnamige Gedichtsband »Ein Kiosk mit elf Millionen Nächten«, aus dem auch Texte der vorliegenden Aufnahmen stammen. 
