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DOLF HERMANNSTÄDTER
»Got Me?«
Hardcore-Punk als Lebensentwurf
| Trust-Kolumnen 1986 – 2007

Dolf Hermannstädter setzt sich in ungewöhnlich konsequenter Art und Weise mit dem Hauptproblem der Menschen in unserer Gesellschaft auseinander: mit der permanenten Verwechslung der Erscheinung (wie eine Sache nach außen erscheint) und dem Wesen (was eine Sache, eine subkulturelle Bewegung, das menschliche Zusammenleben bedeuten soll). was sich wie ein roter Faden eben auch durch die Punk/HC-Bewegung zieht, ist die von Dolf erkannte Tatsache, dass der Mensch nicht ist, was er sein sollte, und das er sein sollte, was er sein könnte.
Das macht diese in klarem und nüchternem Stil gehaltenen Kolumnen zu etwas besonderem. Grade weil doch jeder, der 1979 die Sex Pistols hörte, schon ein Buch darüber geschrieben hat. Neben der konzentrierten Analyse jeweiliger Szenemoden und dem feinen Gespür für Trends plus einer guten portion Gesellschaftskritik beharrt Hermannstädter auf der ursprünglichen Forderung von Punk: Think For Yourself - sich etwas eigenes aufzubauen, ohne sich von den Trends blenden zu lassen.
Wie in fast keinem anderen Bereich gehen bei den Begriffen Punk und Hardcore Wesen und Erscheinung so weit und so widersprüchlich auseinander. Einerseits ein dümmlicher, sich selbst abfeiernder Haufen von Kaputt-Chic, andererseits eine eventuell noch bescheuertere Veranstaltung von tätowierten Testosteron-Gorillas.
Doch für ein tieferes Verständnis, um was es Punk und dem jüngeren Hardcore-Punk eigentlich geht, was ihr Wesen ausmacht, wofür und wogegen sie sind, dafür stehen Dolf Hermannstädters Kolumnen, die zwischen 1986 und 2007 im Musikfanzine TRUST erschienen sind.

Dolf Hermannstädter ist Mitgründer und Herausgeber des Trust-Fanzines. Er lebt in Bremen und ist seit über 25 Jahren Vegetarier.

Lizensiert vom Autor

ISBN: 978-3-86287-028-8 | ePub mit Bonus-Video | Preis: 8.49 € | 3. Februar 2012
ISBN: 978-3-86287-027-1 | ePub-Format | Preis: 7.99 € | 3. Februar 2012


KLAUS BITTERMANN
»Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol«
Kreuzberger Szenen

Klaus Bittermann hat ein Faible für Randfiguren. Sehr trocken und mit Witz beschreibt er kleine Alltagsszenarien aus seinem Viertel, in dem Touristen, Vandalen, Zopfträger, Alteingesessene, Eigenbrötler, Backfische, Rucksack- und Fahrradhelmträger wild durcheinanderlaufen, und das auch noch völlig ohne Plan.

Klaus Bittermann, Autor und Verleger, lebt in Berlin. Herausgeber von inzwischen über 30 Anthologien und Beiträger für selbige. Schreibt für taz, junge Welt und Jungle World.

"Geniale Schnipsel: Klaus Bittermann ist auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Sonst hätte er nicht dieses wunderbare Buch verfasst. Kurze Prosatexte über dies und das: die türkischen Nachbarn, die Gentrifizierung, den Nieselregen, den Bücherstand vor der Humboldt-Uni, die Halbstarken im Spreewaldbad. Was die Gedanken und Blicke im Lebensumfeld eben so erwischen. Geschrieben mit der phänomenologischen Beiläufigkeit und dem trockenen Humor, die der deutschen Literatur so oft fehlen. Dem Mann geht‘s richtig prächtig. In seinen besten Momenten schreibt er wie Franz Hessel."
Ursula März, Die ZEIT, 10.11.2011

"Was vor lauter Szeneschnöseligkeit verloren zu gehen droht, hält Klaus Bittermann fest. ... Der Band hat einen ganz eigenen, ebenso unterhaltsamen wie nützlichen Hintergrund."
Christoph Wenzel, WELT kompakt, 26.10.2011

Lizensiert vom Autor

ISBN 978-3-86287-026-4 | ePub-Format | Preis: 8.99 € |Das war's. Letzte Worte mit Charles Bukowski - Gundolf S. Freyermuth


Fritz Eckenga
»Alle Zeitfenster auf Kippe«
Geschichten und Gedichte aus der angewandten Wirklichkeit

Fritz Eckenga lässt sein Fenster geöffnet. Durchzug sorgt für frische Luft. Der Zeitgeist? Eine vorübergehende Erscheinung. Er hat keine Chance, zu lange durch die Bude zu spuken. Wenn er lästig fällt, fliegt er raus. Genauso wie die elektrischen Geräte, die die vorgeblich große Welt in die vier Wände übertragen. Ausschalten ist eine Möglichkeit. Das offene Fenster bietet eine Alternative. Eckenga lässt die Experten, die den Mittelschlichten immer die ganz komplizierten Sachen erklären, nicht zu nah an sich heran. Lieber macht er eigene Spazier- und Gedankengänge, beschreibt und bedichtet die Welt, wie sie sich ihm zur Verfügung oder in den Weg stellt. Seine Geschichten schlendern über Westfälische Wochenmärkte, auf denen elegant frisierte Damen den Champignons auch nur vor die Köpfe schauen können. Sie klettern auf Tessiner Almwiesen, wo aus übel riechenden Ziegen duftende Lebensmittel extrahiert werden. Sie machen Rast in Parkanlagen, in denen hochbegabte Gören ihren dummen Müttern erläutern, warum Flamingos erst nach brutaler Beinamputation und anschließender Blutwäsche rosa werden.
Bei der Lektüre von Fritz Eckengas neuem Geschichten- und Gedichteband erfährt der Leser, was ein sterbender Opel-Kadett und ein erstickender Tintenfisch gemein haben, wie man in vier Gedichtzeilen die Deutsche Integrationsdebatte über den Haufen reimt und wann der Dativ im Ruhrgebiet kein Ausnahmefall ist. Da der Autor in der Deutschen Meisterstadt zuhause ist, gibt er kernkompetent Auskunft darüber, dass man bei der Farbkombination Schwarzgelb nicht Schauriges wie "Bundesregierung", sondern Schönes wie "Borussia" assoziieren darf.

Lizensiert von Edition Tiamat

ISBN 978-3-86287-025-7 | ePub-Format | Preis: 6.99 € | 17. Februar 2012


GUNDOLF S. FREYERMUTH
»Das war's«
Letzte Worte mit Charles Bukowski

Am Tag vor Charles Bukowskis letztem Geburtstag führte Gundolf S. Freyermuth mit dem deutsch-amerikanischen Kultautor ein intensives, siebenstündiges Gespräch. Es sollte das letzte Interview werden, das Bukowski gab, bevor er im März 1994 in Los Angeles starb.
Die beiden Autoren sprachen über Bukowskis ungewöhnliche Karriere, die ihn aus dem Pennerleben unter die Hollywoodstars führte, über das Handwerk des Schreibens, über Schriftstellerkollegen wie William S. Burroughs und Norman Mailer, über Ruhm und Geld und natürlich auch über den Tod.
Michael Montfort, Bukowskis Freund und Lieblingsfotograf, nahm dabei die letzten Bilder auf, die von dem großen “dirty old man” existieren.
Freyermuths von Sympathie geprägte Erinnerungen an Bukowski führen uns eine abenteuerliche Existenz vor Augen, die sich selbst zum Testfall bestimmte, indem sie am eigenen Leib die Sehnsüchte und Laster unserer Epoche erprobte. Reportage und Reflexion verbindend, untersucht das Buch den “Mythos Bukowski”, die Gründe für den einmaligen Aufstieg des Dichters zu einer deutsch-amerikanischen Kultfigur.

“ ... eine leise, kluge, lustige, unglaublich fesselnde Liebeserklärung an einen alten Dichter, der gegen Lebensende immer durchsichtiger wurde, immer leichter und immer besser lernte, mit seinen Mythen und Masken zu spielen.”
Der Spiegel 48/1996

Gundolf S. Freyermuth, Jg. 1955, ist Professor für Angewandte Medienwissenschaften an der ifs internationale filmschule köln und Ko-Direktor des Cologne Game Lab. Vor seiner Lehrtätigkeit arbeitete er als Redakteur für das Monatsmagazin TransAtlantik, als Kulturressortleiter und Reporter für den stern, als Chefreporter für Tempo sowie über ein Jahrzehnt in den USA als freier Autor. Freyermuth ist deutsch-amerikanischer Doppelstaatsbürger und lebt in Köln und Berlin.

Lizensiert vom Autor

ISBN: 978-3-86287-023-3 | ePub-Format | Preis: 4.99 € | Das war's. Letzte Worte mit Charles Bukowski - Gundolf S. Freyermuth


IKO ANDRAE
»Die Reise in einem Cocktailshaker«
Multimedia-Buch mit Videos, Audio & Bildern

Als Iko Andrae mit seiner Frau Maret Nacken im August 2005 wieder in Bremen ankommt, haben sich beide einen großen Traum erfüllt: Sie sind nach einer dreijährigen intensiven Vorbereitungszeit auf ihrer nur knapp 9m langen und 3m breiten Segeljacht „Balu“ zweimal über den Atlantik gesegelt – von Bremen bis Tobago und zurück. Detailliert schildert Andrae seine Eindrücke und Gefühle der 14-monatigen Reise, beschreibt die Achterbahnfahrten seiner Emotionen, dem Mix aus von irgendwo abreisen, dem immer wieder furchtbaren Abschiednehmen, das aufregende und manchmal bis ins Mark anstrengende Unterwegssein, die Vorfreude auf das Ankommen an neuen Orten und die fruchtbaren Begegnungen und sich entwickelnden Freundschaften mit gleichgesinnten Seglern aus aller Welt gleichwie mit Einheimischen der verschiedensten Länder. Auszüge aus seinem Bordtagebuch ergänzen diesen spannenden Erlebnisbericht mit Eintragungen über die wiederkehrenden kleinen und großen Baustellen an Bord, die einsamen und anstrengenden Nächte auf hoher See, vor allem bei schlechtem Wetter – aber sie erzählen auch von den unzähligen kleinen, stillen Glücksmomenten, die alles andere überwiegen und für die sich alle Anstrengungen gelohnt haben.

Iko Andrae ist Musiker - und Segler. Er spielt solo mit einem plattdeutschen Programm und rockt in englisch mit der Band 'Wrong Haircut'.
2006 startete er zusammen mit seiner Frau Maret eine 14monatige abenteuerliche Segeltour über den Atlantik. Davon erzählt dieses Buch.

Lizensiert vom Autor

ISBN: 978-3-86287-022-6 | Enhanced-ePub mit Video & Audio & Fotos | Preis: 9.99 € |
In Vorbereitung
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GUNDOLF S. FREYERMUTH
»Der Ausweg«
Thriller

Kein Geld, nur die große Liebe und ein Traum: Leben wie ein Rock’n’Roller! Ein Thriller aus den letzten Monaten vor dem Mauerfall.
„Der Ausweg“ erzählt von den unmoralischen Abenteuern eines bundesdeutschen Helden: Harry Mann, 38 Jahre alt und ohne Lebensunterhalt, ergreift die Gelegenheit, von der er glaubt, dass es seine letzte ist – ein Mord, zu begehen aus Liebe zu Frau und Geld.
Doch seine Tat hat unerwartete Konsequenzen: Aus dem tristen Berliner Hinterhof-Alltag wird Harry Mann in eine schöne weite Welt aus politischer Korruption, Erpressung und Attentaten katapultiert … Was in Berlin als privates Verbrechen begann, endet in Los Angeles mit einem hochpolitischen Showdown.
Von Mord zu Mord verstärkt sich dabei der Verdacht: Unter allen Beteiligten ist Harry Mann vielleicht sogar der unschuldigste ...
Der Roman erschien zuerst 1989 und wurde damals im "stern" vorabgedruckt.

Gundolf S. Freyermuth, Jg. 1955, ist Professor für Angewandte Medienwissenschaften an der ifs internationale filmschule köln und Ko-Direktor des Cologne Game Lab. Vor seiner Lehrtätigkeit arbeitete er als Redakteur für das Monatsmagazin TransAtlantik, als Kulturressortleiter und Reporter für den stern, als Chefreporter für Tempo sowie über ein Jahrzehnt in den USA als freier Autor. Freyermuth ist deutsch-amerikanischer Doppelstaatsbürger und lebt in Köln und Berlin.

Lizensiert vom Autor

ISBN: 978-3-86287-021-9 | ePub-Format | Preis: 2.49 € | Ein Walross macht noch keinen Spätherbst - Carl-Ludwig Reichert


ALAN BANGS
»Nightflights«
Das Tagebuch eines Dee Jay

Ein Musiktagebuch, das lange verschollen war.
Erstmals erschienen 1985 - bald als eBook via FUEGO wieder erhältlich!

0b FAZ ("Warten auf die fällige Medienpalastrevolution") oder Hamburger Morgenpost ("Alan
Bangs gefeuert - demnächst Sendung vom Nordkap"):
ein Dee Jay (Discjockey) bewegte den deutschen Medienwald, als er im Krach aus dem Rockpalast, der TV-Sendung, die für
Millionen Musikfreaks in ganz Europa zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr morgens einst Pflichtprogramm war, ausstieg.
Der populäre Engländer erzählt in diesem Buch warum, aber auch über seine Begegnungen mit Stars (u.a. Mick Jagger, Scott Walker, John Cale, David Sylvian), er reflektiert über Musik, ihre
Macher und Zuhörer - ohne Polemik, aber mit viel Liebe zu einer Sache, die wesentlicher Bestandteil unserer heutigen Kultur ist.

Wie schrieb ein Kritiker über Alan Bangs?
"Da lobe ich mir doch das freche Grinsen, die süffisante Lautmalerei und die genialischen Fragen eines Alan Bangs, der mit gezupften Haaren mehr Souveränität ausstrahlt als die gesammelte Bande bundesdeutscher Musik-Verwalter in den Funk- und Fernsehanstalten."

Lizensiert vom Autor

ISBN 978-3-86287-020-2 | ePub-Format | Preis: 7.99 € | In Vorbereitung!


KLAUS FISCHER
»Trips & Träume«
Ein Krautrock-Roman

Trips & Träume erzählt die Geschichte einer Jugend in den frühen Siebzigern - als eine ganze Generation auf den Trip ging. Drei Freunde versuchen mit Hilfe der Musik auszubrechen aus der Enge der Provinz. Und entfachen eine Rebellion gegen das Spießertum jener zeit. Krautrock und Kiff sind der Hintergrund für eine packende Geschichte über Freundschaft, Liebe und große Ideale. Doch was ist heute, mehr als dreißig Jahre später davon übriggebrlieben?

"Trips & Träume ist amüsant geschrieben - von jemandem, der dies alles intensiv miterlebt und ein offenes Ohr für Musik hat. Charmant, gesellschaftskrtisch und witzig" MANI NEUMEIER, GURU GURU

"Musik als Lebensmittel. Eine Erinngerung an wilde Zeiten und zugleich eine längst fällige Liebeserklärung an die guten, alten Krautrockhelden."
NÜRNBERGER NACHRICHTEN

Klaus Fischer (Jahrgang 1955) schreibt über Musik. In den achtziger Jahren war er als freier Journalist für Stadt- u. Musikmagazine tätig. 1993 absolvierte er ein Volontariat bei der Frankfurter Presse und berichtete anschließend im Ressort Kultur über Musik, Film und Literatur. Danach arbeitete Fischer als Kultur- und Medienredakteur für den Kölner Express und die Frankfurter Rundschau. Derzeit leitet er die Presseabteilung einer Würzburger Konzertagentur.
Bei den Gruppen Tank Of Danzig und Die Radierer saß Klaus Fischer hinter den Drums und ging mit der englischen Band The Fall auf Tournee. Er hat an mehreren Plattenproduktionen mitgewirkt.

Lizensiert vom Autor

ISBN: 978-3-86287-019-6 | ePub-Format | Preis: 6.99 € | Ein Walross macht noch keinen Spätherbst - Carl-Ludwig Reichert


Jörn Birkholz
»Deplatziert«
Roman

Jörn Birkholz' namenloser Held betrachtet mit lakonischem Blick seine Welt aus anspruchsvoller Ziellosigkeit und einer Tristesse Royal in Reinkultur: Mit erfrischender Komik erzählt Deplatziert von einer Aneinanderreihung unerwarteter, skurriler Schicksalswendungen und zeichnet gleichzeitig ein stimmungsvolles Porträt einer Thirtysomething-Generation, die sich weigert, sich jenseits ihres Langzeitstudentendaseins dem Leben zu stellen. Da gilt es, sich mit der Rebellion gegen Borniertheit und Alltagstrott, die von Beziehungsenden, Magisterarbeit-Desastern, polnischen Kettensägenmassakern, schlechten Konzerten, und noch schlechteren Partys geprägt ist, auseinanderzusetzen. Doch wird der Aufstand gegen das Establishment von Erfolg gekrönt sein?

"... "Deplatziert” zeichnet sich durch milieusichere Dialoge aus. Besonders hervorzuheben ist der nüchterne Blick für trockene Komik. Letztere ist so erfrischend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag, das sicherlich ein Gewinn (nicht nur) für alle "Spätjugendlichen” ist. Gespickt mit humorigen Einlagen reiht sich "Deplatziert” ein zwischen S. Regener, T. Jaud und C. Moore. Birkholz ist ein unterhaltsames Werk gelungen, das gleichsam im Bodenlosen endet und so innehalten lässt."
Stefan Fassel Wenz/WENZ Verlag

"... Die stärksten Augenblicke erlebt der Roman in der Beobachtung der Mitmenschen und der lakonischen Beschreibung ihrer Eigenarten. Hier fühlt man sich erinnert an Rocko Schamoni, Sven Regener, oder gar Jörg Fauser und muss des öfteren heftig schmunzeln."
Schnüss - Das Bonner Stadtmagazin

Jörn Birkholz, Jahrgang 72, lebt in der Hansestadt Bremen. Er studierte Geschichts- und Kulturwissenschaften und ist seit 2007 für das Geschichtskontor Bremen/Walle tätig. Deplatziert ist sein Debütroman.

Lizensiert vom Schardt Verlag

ISBN: 978-3-86287-018-9 | ePub-Format | Preis: 5.99 € |Ein Walross macht noch keinen Spätherbst - Carl-Ludwig Reichert


CARL-LUDWIG REICHERT
»Ein Walross macht noch keinen Spätherbst«
Pop Literatur, Poetry, Avantgarde

Der Titel ist eine Reverenz an John Lennons "A Spaniard In The Works". erschienen im Jahr 1970 in einem kleinen Münchner Verlag, später vom bayrischen Alternativ-Verleger Friedl Brehm übernommen, sind diese frühen Texte Beleg für eine deutschsprachige Pop-Literatur, die ihre Wurzeln in den Sprach-Experimenten der "Wiener Gruppe" um H. C. Artmann und Konrad Bayer ebenso hatte wie in der musikalischen Pop-Kultur der späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahre.
In kleinen und Kleinstverlagen erschienen damals die ersten Texte von Jelinek, Wondratschek, Brandner, Miene, Brinkmann, Hübsch - um nur die später bekanntesten zu nennen. Ein weiterer Einfluss waren die amerikanischen Beatniks von Kerouac und Ginsberg bis Burroughs. Es ging darum, Sprache, Formen und Inhalte an die Grenzen des nicht nur technisch Möglichen in der Vor-Computer-Zeit zu treiben. Dass sich dieser avantgardistische Anspruch gegen das massenverwerterische reaktionäre Konzept des "esmusswiedereinfacherzähltwerden" nicht durchsetzen ließ, war schnell klar. Es gab zwei Möglichkeiten: angepasster ("verständlicher") zu schreiben oder sich ein anderes Medium zu suchen.
Reichert entschied sich für Letzteres, machte 1970 seine erste Radiosendung und schrieb sein erstes Hör-Spiel, nachdem ihm Peter Ladies "Fünf Mann Menschen" von Friederike Mayröcker und Ernst Jandl vorgespielt hatte.
"Das kann man nicht senden", telegraphierte er. "Darum machen wir es!". Ein weiterer Beweis für die Wirklichkeitsnähe des "Du-kannst-wenn-du-nur-wilst" - Spiels! In diesem Zusammenhang stehen auch Reicherts wieder häufig gesendetes und als ein Meilenstein des Pop-Hör-Spiels verortetes Hörspiel "Spielverderber unerwünscht" (SWF 1970) und seine ab 1969 zusammen mit Michael Furt unter dem gemeinsamen Pseudonym Benno Höllteuffel publizierten Mundart-Gedichte.

Carl-Ludwig Reichert - aufgewachsen in Ingolstadt. Lebt in München. Schriftsteller, Musiker und Privatgelehrter. Freier Mitarbeiter des Bay. Rundfunks als Autor, Moderator und Regisseur von 1970 bis 2011. Publikationen zur Jugend- und Popkultur. Literarische Texte. Rundfunksendungen. Hörspiele. Biographien und Sachbücher. Veröffentlichungen zur Kultur- und Literaturgeschichte. Übersetzungen.
Schallplatten/CDs mit Sparifankal, Dullijöh, Wuide Wachl und Sparifankal 2

Lizensiert vom Autor

ISBN: 978-3-86287-017-2 | ePub-Format | Preis: 3.49 € | Ein Walross macht noch keinen Spätherbst - Carl-Ludwig Reichert


GUNDOLF S. FREYERMUTH
»Fluchtpunkt Hollywood«
Reportage, Portraits

Die große Flucht vor der Nazi-Barbarei war ein einmaliger Exodus an Talent und Wissen, an Erfahrung und handwerklichem Können. Eine ganze Kultur wanderte nach 1933 aus. Kaum ein Schriftsteller von Rang mochte den Nazis dienen, von zehn Professoren flohen vier, die Mitarbeiter von Filmproduktionen fanden sich fast vollständig in Hollywood wieder. Die amerikanische Filmmetropole zog Autoren und Regisseure, Schauspieler und Produzenten an.
Ins Exil zu gehen, bedeutete aber auch, aus der Welt gejagt zu werden, in die man geboren wurde. Die Emigration zerstörte langgehegte Hoffnungen - und eröffnete neue Chancen. Für gut anderthalb Jahrzehnte, von der Mitte der dreißiger bis zum Ende der vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, wurde Los Angeles zur Hauptstadt eines besseren, des »Anderen Deutschland«.
Ein halbes Jahrhundert später, in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre, besuchte Gundolf S. Freyermuth sieben deutsche Filmemigranten in den USA – letzte Überlebende des Exils in Hollywood:

- den Cutter und Regisseur Paul Falkenberg,
- die Schauspielerin und Sängerin Gitta Alpar,
- den Schauspieler und Regisseur Paul Henreid,
- den Produzenten und Regisseur Gottfried Reinhardt,
- den Romancier und Drehbuchautor Hans Sahl,
- die Schauspielerin Grete Mosheim
- den Romancier, Drehbuchautor und Regisseur Curt Siodmak.

Die Porträts erschienen, in der Regel gekürzt, zwischen 1988 und 2000 in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Diese eBook-Edition publiziert sie zum ersten Mal selbständig und ungekürzt.

Gundolf S. Freyermuth, Jg. 1955, ist Professor für Angewandte Medienwissenschaften an der ifs internationale filmschule köln und Ko-Direktor des Cologne Game Lab. Vor seiner Lehrtätigkeit arbeitete er als Redakteur für das Monatsmagazin TransAtlantik, als Kulturressortleiter und Reporter für den stern, als Chefreporter für Tempo sowie über ein Jahrzehnt in den USA als freier Autor. Freyermuth ist deutsch-amerikanischer Doppelstaatsbürger und lebt in Köln und Berlin.

Lizensiert vom Autor

ISBN: 978-3-86287-016-5 | ePub-Format | Preis: 2.99 € | Fluchtpunkt Hollywood - Gundolf S. Freyermuth


TORSTEN WOHLLEBEN
»Ausgerockt«
Ein Lebens-, Liebes- und Musikroman

Linus Keller, 32, Single, hat einen Traum. Er will mit seiner Rockband The Planes berühmt werden. Doch ein Plattenvertrag ist nicht in Sicht, der Traum zerplatzt, die Band löst sich auf.
Während seine Freunde neuen Zielen im Leben nachgehen, weiß Linus nicht weiter. Er verliert sich wochenlang im Nichts und im Alkohol, lernt eine bezaubernde Frau kennen, fasst neuen Mut, beginnt von vorn. Und vergisst über all diese Veränderungen fast das Wichtigste im Leben: die Freundschaft.
Dieser witzige, skurrile und zugleich nachdenkliche Lebens-, Liebes- und Musikroman entwirft ein authentisches, humorvolles Bild der Thirtysomething- Generation.

Torsten Wohlleben wurde 1974 in der kleinen Seehafenstadt Brake an der Weser geboren. Er arbeitete bei Siemens, in einer Seemannsmission und in einem Landeskrankenhaus, heute ist er bei der Polizei in Oldenburg tätig. Seit über zehn Jahren schreibt Torsten Wohlleben Romane und Kurzprosa. Im Jahr 2000 erschien sein erstes Buch, Me, myself and her, 2006 folgte Schneider – von Null auf 30. Ausgerockt ist seine dritte Veröffentlichung. Torsten Wohlleben lebt in Bremen.

Lizensiert vom Schünemann-Verlag

ISBN: 978-3-86287-015-8 | ePub-Format | Preis: 9.49 € | Ausgerockt - Torsten Wohlleben


HANS ZIPPERT
»Aus dem Leben eines plötzlichen Herztoten«
Tagebuch eines Tagebuchschreibers

Der Autor versteht die Welt nicht mehr, dabei arbeitet er für die Welt. Der Autor beginnt, ein Tagebuch zu führen. Dieses Tagebuch war natürlich nie zur Veröffentlichung bestimmt, es sollte nur irgendwann mal als Buch erscheinen. Bei Suhrkamp. Oder Hanser. Oder Rowohlt. Dass es jetzt bei einem ganz anderen Verlag erscheint, hat den Autor selbst überrascht. Wieder etwas, was wer nicht versteht. Vielleicht wird ja etwas darüber in seinem Buch stehen – der Autor hofft es. Aber das Buch ist auch so schon randvoll mit sensationellen Beobachtungen und Erkenntnissen. Zum Beispiel diese hier: »Je länger man über etwas nachdenkt, desto länger muss man darüber nachdenken.« Der Autor überlegt, ob wir Deutschen es uns leisten können, Matratzenlager einzurichten. Nebenbei überlebt er die Aktionswochen im Speisewagen.

Hans Zippert, geboren 1957 in Bielefeld, lebt als freier Autor in Oberursel. Von 1987 bis 1995 arbeitete er als Redakteur und Chefredakteur bei der deutschen Satirezeitschrift Titanic. Von 1996 bis 1998 schrieb er die Fernsehseiten im FAZ Magazin sowie Kolumnen im SZ Magazin, in der Cinema und Tomorrow. Seit 1999 schreibt er täglich für Die Welt die Kolumne "Zippert zappt" und veröffentlicht Reisereportagen in der FAZ und der Geo Saison.

Lizensiert von Edition Tiamat

ISBN: 978-3-86287-014-1 | ePub-Format | Preis: 8,49 € | Aus dem Leben eines plötzlichen Herztoten - Hans Zippert


MARTELL BEIGANG
»Zu Gast im eigenen Leben«
Pop Roman

Ein Leben ohne Musik – für Musiker Ben undenkbar. Doch momentan hat er die Nase gestrichen voll. Nicht von der Musik, sondern von dem ganzen Drumherum. Unter Schmerzen versucht er einen Neuanfang. Nur seine Ex-Freundin Tine hätte er gerne wieder mit dabei. Aber Ben weiß, um sie zurückzuerobern, muss er sich diesmal etwas ganz Besonderes ausdenken. Plötzlich zeigt sich das Schicksal von seiner freundlichen Seite und gibt ihm eine Chance. Wenn es ihn nur nicht ausgerechnet in seinen alten Heimatort schicken würde, zurück nach Quadrath-Ichendorf ... Eine Geschichte vom brennenden Wunsch allen Schwierigkeiten zum Trotz „sein Ding“ zu machen und über die paradoxe Erkenntnis, dass Träume anscheinend gerade dann wahr werden, wenn man sich von ihnen verabschiedet.

Martell Beigang spielt Schlagzeug bei m. walking on the water, schreibt Songs und singt bei Hallo*Erde, bekam für seine Arbeit mit Dick Brave & the Backbeats Doppel-Platin und gibt mit dem Swinger Club der deutschen Jazzszene neue Impulse. 2007 erschien sein Debüt »unverarschbar« (ebenfalls über FUEGO als eBook erhältlich), 2009 das Hörbuch gelesen von SASHA. Martell Beigang lebt in Köln.

Lizensiert vom Autor

ISBN: 978-3-86287-012-7 | ePub-Format | Preis: 5.99 €
ISBN: 978-3-86287-013-4 | Enhanced-ePub mit Audio & Fotos | Preis: 9.99 € Zu Gast im eigenen Leben - Martell Beigang


CHRISTIAN Y. SCHMIDT
»Zum ersten Mal tot«
Achtzehn Premieren

Im Pekinger Exil denkt Bestsellerautor Christian Y. Schmidt darüber nach, wie er, der einstige Verlierer, zu der interessanten Persönlichkeit wurde, um die sich alle reißen. Er begreift: Wichtig waren vor allem die Premieren im Leben. Die allererste Idee, das erste Mal auf Drogen, die erste anständige Tracht Prügel, der erste Sex, das erste Mal als Comedysklave, das erste Mal in einer Anstalt, das erste Mal wieder draußen. Ansonsten geht es um tödliche Krankheiten, Maoisten bei der Bundeswehr, Star Trek, LSD, Neandertaler, eine Sinologinnenverschwörung, Epileptiker und die Stasi. Hat man das Buch ausgelesen, weiß man zwar immer noch nicht genau, wie man eine wirklich interessante Persönlichkeit wird. Man hat aber eine Ahnung.

Christian Y. Schmidt war bis 1996 Redakteur der Titanic. Seitdem arbeitet er als freier Autor. Er ist Senior Consultant der »Zentralen Intelligenz Agentur« sowie Redakteur und Gesellschafter des Weblog riesenmaschine.de.
Er hat mehrere humoristische und satirische Bücher zusammen mit anderen Titanic-Autoren veröffentlicht und daneben Texte über linke Politik und über Ostasien. 1998 erschien »Wir sind die Wahnsinnigen«, seine Bestseller-Biographie über Joschka Fischer; 2008 das vielbeachtete Reisebuch »Allein unter 1,3 Milliarden« (2010 auch auf Chinesisch); 2009 der China-Crashkurs »Bliefe von dlüben«. Seit 2003 lebt Christian Y. Schmidt zusammen mit seiner aus Peking stammenden Frau vor allem in Ost-Asien, anfangs in Singapur und seit 2005 in Peking.

Lizensiert von Edition Tiamat

ISBN 978-3-86287-011-0 | ePub-Format | Preis: 9.99 € Zum ersten Mal tot - Christian Y. Schmidt


WIGLAF DROSTE
»Auf sie mit Idyll«
Die schöne Welt der Musenwunder

Der Dichter Wiglaf Droste beobachtet, beschreibt und ergreift die Welt und ihre Bewohner. Seine Aperçus und Uppercuts verteilt er nach Belieben, doch niemals beliebig. In feiner Sprache belöffelt er trostferne Christen ebenso wie trübe islamistische Aufesser von Mohamettbrötchen.Tragödien wie das Draußenrauchen, die Übergangsjacke, den Pilgerstrom oder servile Servicekräfte werden ebenso gutgelaunt und kenntnisreich abgefertigt wie kulinarische Katastrophen vom Schlage Dollase oder Lafer. In saure Gurken wie Till Schweiger oder Guido Westerwelle beißt Droste kurz und final hinein, um sich dann doch lieber der Liebe und der Huldigung zuzuwenden: F.W. Bernstein, Johnny Cash, Raymond Chandler, Bob Dylan, Danny Dziuk, Peter Hacks, Randy
Newman, Willie Nelson, Joachim Ringelnatz und Janwillem van de Wetering bekommen
Denkmäler gesetzt. Und über allem waltet das Rheinsberger Idyll.

»Es scheint mir wohl kaum übertrieben, Droste als den ›Tucholsky unserer Tage‹ zu bezeichnen – ich wüsste jedenfalls kaum einen anderen Autor, der sowohl in der satirischen Schärfe wie auch in der melancholischen Nachdenklichkeit dem ›Heinrich Heine des 20. Jahrhunderts‹ so nahe kommt wie er. Und das alles mit wissendem Charme und in wunderbarer sprachlicher Leichtigkeit. Ich jedenfalls habe ihn so lange für den Kurt Tucholsky Literaturpreis vorgeschlagen, bis ich nicht mehr in die Jury gebeten wurde.« // Peter Böthig, Kurt-Tucholsky-Museum Rheinsberg

»Alles Neubiedermeierliche, alles Vermiefte des ach so coolen Lifestylelebens spießt Droste auf und glasiert es mit einer Extraportion Hohn und Spott.« // Psychologie heute

Wiglaf Droste,Seit 1999 gibt Wiglaf Droste gemeinsam mit dem Stuttgarter Meisterkoch Vincent Klink die Vierteljahreszeitschrift Häuptling Eigener Herd heraus; seine Texte erscheinen dort, im guten Funk (BR, MDR Figaro, RBB, SWR, WDR) oder in Zeitungen und Zeitschriften wie junge Welt, Das Magazin, Weltwoche, Stern. 2003 wurde Wiglaf Droste der Ben-Witter-Preis zugesprochen, 2005 der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis; von März bis Juli 2009 war er auf Einladung des Kurt-Tucholsky-Museums Stadtschreiber im Rheinsberger Schloss.

Lizensiert von Edition Tiamat

ISBN 978-3-86287-010-3 | ePub-Format | Preis: 10.99 € Auf sie mit Idyll - Wiglaf Droste


ZEPP OBERPICHLER
»Gitarrenblut«
How Can We Hang On To A Dream?
Rock'n Roll-Roman

Wann ist das Leben am schönsten? - Nach dem Onanieren, kurz vor der zweiten Flasche Rotwein. Das ist typisch für Will. Für den Will, der alle seine Empfindungen, seine Euphorie, seine Trauer, seine Wut, seine Freude in ein kurzes Solo über die Akkorde A - D - E legen kann. Typisch für den Will, der davon überzeugt ist, dass die Musik allein schon ein Grund zu leben ist, auch wenn es ist eine weinrote Gibson 335 war, die ihm die Nase plättete. Ein Glaubensbekenntnis an Rock n Roll. Ein Ode an Herman Brood, Johnny Thunders, Phil Lynnot, Rory Gallagher, Joey, Johnny und Dee Dee, Stiv Bators und Keith Moon.
Will ist ein Junge aus der grauen Stadt am Rande des Ruhrgebiets. Will liebt Musik, gründet eine Band und lernt die Bühnen der Republik kennen. Und Mädchen. Doch "seine Janis" namens Bea verliert er, bevor es richtig losgeht. Ihr Selbstmord verstört ihn und ihr zu Ehren möchte er ein Tape aufnehmen, mit Songs, die ihr sicher gefallen hätten. Dieses Tape braucht zehn Jahre zu seiner Fertigstellung, von Anfang der 80er bis Anfang der 90er. Von Herman Broods "Bad Blood" bis Nirvanas "Smells like Teen Spirit". In dieser Zeit wächst Will als Mensch und als Musiker. Immer dabei: Das Nasenbluten.

Zepp Oberpichler, gebürtiger Duisburger, mittlerweile nach Mülheim an der Ruhr ausgewandert. An guten Tagen kann man ihn dort auf einer Terrasse sitzen sehen, E-Dur oder A-Moll auf der Gitarre spielend. Immer wieder steht er auch auf irgendwelchen Bühnen oder in Plattenläden. Seine Musik ist über FUEGO als Download erhältlich!

Lizensiert von Henselowsky + Boschmann

ISBN: 978-3-86287-008-0 | ePub-Format | Preis: 5.99 €
ISBN: 978-3-86287-009-7 | Enhanced-ePub mit Audio & Fotos | Preis: 7.99 € Gitarrenblut (Enhanced Edition) - Zepp Oberpichler


KLAUS BITTERMANN
»The Crazy Never Die«
Amerikanische Rebellen in der populären Kultur

Biographische Essays über gesellschaftliche Außenseiter, die großen Einfuß auf die Entwicklung der populären Kultur hatten.
Sie verkörperten Widerstandsgeist, Provokation und Dissidenz und das alles auf einem extrem hohen Drogenniveau. Sie waren die Jungs, die von den normalen Bürgern Amerikas am liebsten in irgendein Dritteweltland abgeschoben worden wären, um sie für immer los zu sein, weil sie alles repräsentierten, was inakzeptabel war: Gefährliche Individuen, auffälliges Gesindel wie Robert Michum, Exzentriker wie Lenny Bruce, dessen Genuß im Regelverstoß lag, Feinde der Gesellschaft wie Abbie Hoffman, Verrückte, die den sexuellen Exzeß liebten und zelebrierten, Vaterlandslose ohne Familie, Waffennarren wie Hunter S. Thompson, Desserteure aus allen Pflichten, Bohemiens, Spinner und Maniker wie Lester Bangs, Drogenfreaks, Agitatoren, Cowboys wie Kinky Friedman. Wenn es so etwas gab wie »das andere Amerika«, dann waren sie die Protagonisten.

Klaus Bittermann ist Herausgeber von inzwischen über 30 Anthologien und Beiträger für selbige. Schreibt Woche für Woche in der jungen Welt die "Blutgrätsche", die Wahrheit über den Bundesligaspieltag, kolumniert monatlich "Das Whos who peinlicher Personen" und veröffentlicht in der taz "Berliner Szenen", merkwürdige Begebenheiten aus dem Kreuzberger Biotop, nicht zu vergessen den Blog.

Lizensiert vom Autor

ISBN 978-3-86287-007-3 | ePub-Format | Preis: 9.99 € The Crazy Never Die - Klaus Bittermann


einzlkind
»Harold«
Roman

Harold bringt sich gerne um. Er hat das gleiche Hobby wie sein Namensvetter aus »Harold and Maude«, einem amerikanischen Film aus den Siebzigern. Ansonsten hat er nichts mit ihm zu tun. Er ist 49 Jahre alt, lebt in London und hat gerade seine Anstellung als Wurstfachverkäufer verloren. Donnerstags spielt er Bridge mit drei alten Damen. Ein ganz normales Leben, bis der elfjährige Melvin an seine Tür klopft. Melvin sucht seinen Vater, und Harold willigt ein, ihn bei der Suche quer durch England und Irland zu begleiten. Sie treffen Humphrey Bogart, Jonny Danger, das Rosarote Badeschaf und Miss Pink Flamingo. Und das geht nicht immer gut aus. Harold bereut seine Hilfsbereitschaft spätestens, als er die Queen überfährt.

»Die Geschichte von Harold und Melvin hat Anklänge an Nick Hornbys Vater-Sohn-Plot, ist aber absurder, witziger, schwärzer.« Der Spiegel

»Ein anonymer Autor aus London hat den Sommerhit des Jahres geschrieben.« Oliver Jungen, FAZ

»Zwischen J.D. Salinger und Terry Pratchett, Nick Hornby und Monty Python platziert sich dieser Roman tatsächlich als gemeines kleines Wunder.« Ulrich Sonneschein, Frankfurter Rundschau

»Ein Feuerwerk von Ideen, Einfällen und Anspielungen, das mir so bewundernswert erscheint wie die punktgenauen, intelligenten und oft nahezu absurden Dialoge seiner Helden, die auch vor der Chaostheorie und der Frage nach dem Sinn des Lebens keinesfalls zurückschrecken. ... Ja, so würde Boris Vian möglicherweise heute schreiben, wäre er nicht viel zu früh gestorben.« Wolfgang Körner, GeoWis-Online-Magazin

Lizensiert von Edition Tiamat

ISBN 978-3-86287-006-6 | ePub-Format | Preis: 7.99 € Harold - Einzlkind


WIGLAF DROSTE
»Im Sparadies der Friseure«
Eine kleine Sprachkritik

Sprachkritik ist en vogue in Deutschland. Allen Ortes diagnostizieren schlechtlaunige Philologen ein volksempfängerkompatibles »anglo-amerikanisches Sprach-Bombardement« – dabei spricht doch kaum jemand den Namen des Deutschlehrermaskottchens Sick korrekt englisch aus. Dass man auch in kernseifenem Deutsch rasserein irrsinnig sprechen kann, beweisen die Angehörigen der Sprachschutzstaffeln selbst am besten, sobald sie den Mundauftun und in ihren Medien das Glatteis der freien Rede betreten.Schon lange widmet sich Wiglaf Droste dem Zusammenhang zwischen sprachlicher und inhaltlicher Zerwirrnis. Droste wäre allerdings nicht Droste, wenn er nicht auch bei diesem Thema seine Liebe zur Sprache walten ließeund sich vor dem Wunder der Worte verneigte, das da nicht zwingend ein blaues sein muss. So kann Sprachkritik eben auch sein; persönlich, etymologisch, auf den wahren Kern zielend und immer einer schönen Sprache dienlich.Was Droste, solo oder im Verein mit Vincent Klink und Nikolaus Heidelbach produziert, nannte die Welt im November 2008 »hochprozentig, abgründig, sehr böse und sehr lustig.«

Wiglaf Droste, 1961 in Herford / Westfalen geboren, lebt unterwegs oder in Leipzig. Er arbeitet fürs Radio und spricht Hörbücher; gemeinsam mit dem Meisterkoch Vincent Klink gibt er seit 1998 die kulinarische Vierteljahreszeitschrift Häuptling Eigener Herd heraus. 2003 wurde ihm der Ben-Witter-Preis, 2005 der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis zugesprochen. Von März bis Juli 2009 war er Stadtschreiber im Schloss Rheinsberg.

Lizensiert von Edition Tiamat

ISBN 978-3-86287-005-9 | ePub-Format | Preis: 5.99 € Im Sparadies der Friseure - Wiglaf Droste


GUNDOLF S. FREYERMUTH
»Cyberland«
Eine Führung durch den High-Tech-Underground

Der frühere TransAtlantik- und Tempo-Autor Gundolf S. Freyermuth hat Cyberland bereist und eine vorzügliche Führung durch den High-Tech-Underground verfaßt. Cyberspace, Cyberarbeit, Cybersex und andere Verbindungen mit -Cyber- sind seit der 2000er Wende in aller Munde. Sie verwiesen auf eine neuartige Lebensform, in der sich fortgeschrittenste Technik und extreme Utopien verbinden. Ihren Hauptschauplatz hat diese Cyberwelt in Amerikas Westen: Eine neue Frontier-Mentalität ist dort entstanden, deren hemmungsloser Optimismus die Menschheit auf dem Sprung zu einer neuen Stufe der Evolution sah. Gundolf S. Freyermuth nimmt den Leser als kundiger Führer mit auf eine Reise durch dieses Cyberland, bei der sich Faszination und Verwunderung heftig mischen. Freyermuths Essay ist ein Selbst-Versuch, zerfurcht von Brüchen in der Erzählzeit, Genrewechseln zwischen Reportage und Essay, Tempowechseln zwischen Portraitminiaturen und lang ausholenden Gedankengängen. Kurz: ein wichtiges Buch, denn es dramatisiert die Geburtswehen des vernetzten Individuums in der Neuen Medienwelt.
Andreas C. Noch schrieb dazu treffend in einer Leser-Review: "Etwas schrill, aber dies war ja auch schon vom Titel zu erwarten. Es ist kein Blick in die Zukunft, sondern in die Wired-Cultur von vor ein paar Jahren. Interessant ist es allemal."

Gundolf S. Freyermuth studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL), Germanistik, Amerikanistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin und schloss das Studium mit dem M.A. ab. 2004 promovierte er zum Dr. phil. Seit 2004 unterrichtet er als Professor für Angewandte Medienwissenschaften (ehem. Bezeichnung: Ästhetik und Kommunikation) an der ifs internationale filmschule köln, seit 2009 ebenfalls am Cologne Game Lab. Parallel zu seiner wissenschaftlichen Arbeit war er seit 1980 als Fachautor für Literatur, Film und digitale Medien tätig. 1981-1982 war er Redakteur der von Hans Magnus Enzensberger und Gaston Salvatore herausgegebenen Kulturzeitschrift TransAtlantik, 1983 bis 1990 Reporter des Magazins stern, 1992-1994 Chefreporter des Magazins Tempo. Zwischen 1994 und 2004 arbeitete er als freier Autor in den USA. Er veröffentlichte mehrere Sachbücher sowie rund 350 Artikel, Reportagen und Essays u. a. für Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau, Los Angeles Times, Neue Zürcher Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, Die Welt, Financial Times Deutschland, Der Spiegel, Die Zeit, Cinema.

Lizensiert vom Autor

ISBN 978-3-86287-004-2 | ePub-Format | Preis: 4.99 € | In Vorbereitung!


MARTELL BEIGANG
»Unverarschbar«
Pop Roman

Das Leben zeigt Vollblutmusiker Ben momentan die volle Breitseite. Nicht nur dass seine Freundin ihn gerade pünktlich zu seinem Dreißigsten verlassen hat, auch seine Band hat sich nach sieben gemeinsamen Jahren aufgelöst. Doch das Leben hat die Rechnung ohne Ben gemacht, denn was ihm bleibt, ist seine Mission, zum Guerillakrieger zu werden und den Untergang der abendländischen Musikkultur in bester Selbstjustizmanier aufzuhalten. Nach ein paar zaghaften Sabotage-Aktionen sieht sich Ben überraschend der Galionsfigur des schlechten Geschmacks gegenüber: Janine Paffrath. Der Moment scheint gekommen, ihr endlich mal so richtig die Meinung zu geigen...

Ein lakonischer, humorvoller Blick auf den ganz normalen Wahnsinn des Musikbusiness und was es heißt, ein richtiger 'Mucker' zu sein - unverarschbar, eben.

"Die Typen, die Musik, die Mädchen, die Parties, bei "unverarschbar" taucht man ganz tief ein in die Untiefen des Musikgeschäftes. Dazu trägt nicht zuletzt der durchgängig authentische Szenejargon bei, den Beigang gnadenlos gut beherrscht. Endlich mal was neues."
Synthetics

"unverarschbar ist ein unterhaltsames, rasantes und mit studentisch-anarchischem Witz geschriebenes Buch!"
Kölner Illustrierte

Martell Beigang hat als Musiker mit verschiedenen Bands die leuchtenden und die Schattenseiten des Musikgeschäfts kennengelernt. Er spielt Schlagzeug bei der Indierockband M. Walking On The Water, schrieb Songs und sang bei Eisen, bekam Doppel-Platin für seine Arbeit mit Dick Brave & The Backbeats und versucht gerade mit dem Swinger Club den Jazz zu retten. »Unverarschbar« ist sein Romandebut. Martell Beigang lebt in Köln.

Lizensiert vom Autor

ISBN 978-3-86287-003-5 | ePub-Format | Preis: 5.99 € Unverarschbar - Martell Beigang


LESTER BANGS
»Psychotische Reaktionen und heiße Luft«
Rock'n'Roll als Literatur und Literatur als Rock'n'Roll

Lester Bangs ist eine, wenn nicht die Rock-Kritiker-Legende in Amerika. 1948 geboren, starb er bereits mit 33 Jahren im Jahre 1982. In Kalifornien aufgewachsen, ging er 1971 nach Detroit und arbeitete dort für fünf Jahre als Redakteur bei der Musikzeitschrift Creem Magazine. In dieser Zeit entwickelte er seinen kritischen, journalistisch aufrührerischen Stil, dem vor allem der Sound und die Sprache des Rock'n Roll wichtig war. 1976 verließ er Creem und ging nach New York, um sich als freier Autor durchzuschlagen. Er gründete die Rockgruppe Lester Bangs & The Delinquents, schrieb die Texte, sang und spielte Harmonika. Da war er bereits in der Welt des Rock'n Roll berühmt als Dope rauchender und exzessiv trinkender wilder Mann. In seinen Reportagen, Kritiken, Glosssen und Fragmenten entdeckte er in "Wild Thing" von den Troggs eine Art unkontrolliertes Lebensmanifest für die Zukunft. Er bewundert Richard Hell, analysiert den Mythos von Elvis, beschreibt sein schwieriges Verhältnis zu Lou Reed, begeleitet die Clash auf Tour, schreibt über John Coltrane, Iggy Pop, Sham 69, John Lennon, PIL, Jethro Tull, Barry White u.a.

Der Herausgeber Greil Marcus, geboren 1945, gilt als einer der größten Bob Dylan-Kenner. In seinen Büchern hat er immer wieder über Rockmusik und ihr Verhältnis zur amerikanischen Kultur und Politik geschrieben. Greil Marcus lebt in Berkeley.

Lizensiert von Edition Tiamat

ISBN 978-3-86287-002-8 | ePub-Format | Preis: 14.99 € Psychotische Reaktionen und heiße Luft - Lester Bangs


ZEPP OBERPICHLER & TOM TONK
»Die Stones sind wir selber«
Roman über eine Band in den 60er Jahren im Ruhrgebiet

Das junge Ruhrgebiet liegt den Beatles zu Füßen, die Rolling Stones singen über Satisfaction und Theodor Bornbeck muss auf dem Klavier den H-Moll-Akkord von Johann Sebastian Bach suchen. Dann trifft er Willi. Willi raucht, Willi trinkt, Willi hat die längsten Haare und Willi weiß alles über die Stones. Die kennt Theo nur aus Zeitungsartikeln, die sein Vater ihm allzu gerne vorliest: Sollen Krawallburschen sein. Sind Seuchenherde. Haben Sex und keine Ehe. Theo und Willi tun sich zusammen, gründen mit Schweiger Schulze eine Band - Beat! Party! Mädchen! Irrenhaus! Die Stones werden sie selber, und zwar die Besten - zumindest im Ruhrgebiet. Ein Roman über den ganz normalen Wahnsinn der 60er Jahre. Ein großspuriges Stück Lebenslust mit rotzfrechem Humor. Rock 'n' Roll eben ...

Zepp Oberpichler - geboren 1967 in Duisburg, Musiker (Gitarre); über 100 veröffentlichte Songs mit Bands wie Zepp Strange, Die Kinskis, Schlaffke & Zepp; schreibt für diverse Punk-Fanzines; eigene Werbeagentur in Duisburg.
Tom Tonk - geboren 1965 in Gelsenkirchen, Musiker (Gesang); Herausgeber verschiedener Musik- und Lifestyle-Magazine, Gastschreiber in diversen Krachblättern; seit 1996 selbstständig.
Zepp Oberpichler & Tom Tonk spielen zusammen in der Band Jimmy Keith & his Shocky Horrors stilvollen, schnellen Rock ’n’ Roll. Ihre Musik ist über FUEGO als Download erhältlich!

Lizensiert von Henselowsky + Boschmann

ISBN: 978-3-86287-000-4 | ePub-Format | Preis: 8.99 €
ISBN: 978-3-86287-001-1 | Enhanced-ePub mit Audio & Fotos | Preis: 10.99 € Die Stones sind wir selber (Enhanced Edition) - Tom Tonk & Zepp Oberpichler